Reisen

Ökumenische Reise an den Bodensee

Ökumenische Reise 2017:  „Kirchenreformen rund um den Bodensee“

Aus Traunstein war vom 18. bis 21. September eine ökumenische Reisegruppe mit 39 Personen auf den Spuren von Kirchenreformen rund um den Bodensee unterwegs. An den Zielorten Konstanz, Zürich und Schaffhausen sowie der Klosterinsel Reichenau beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit kirchlichen und gesellschaftlichen Reformen, die sich im Laufe der Geschichte ankündigten: Missionierung Alemanniens, Politik und Lebensverhältnisse des Mittelalters sowie die Reform der Kirche „an Haupt und Gliedern“. Zusammenhänge, die sonst wenig bekannt sind, kamen hierbei zur Sprache, die einen vertieften Einblick ermöglichten in die Geschehnisse von Jahrtausenden. Die Reiseleitung hatten der evangelische Pfarrer Barthel Pichlmeier und der katholische Pfarrer Christoph Nobs.

Das Foto zeigt die Gruppe auf der Burg Munot in Schaffhausen.

 

Ökumenische Reise nach Coburg

Beim „Reichstag der Dohlen“
eine informative, angenehme, fröhliche Frankenfahrt

In diesem Jahr widmete das Haus der Bayerischen Geschichte die Landesausstellung dem Thema „Ritter, Bauern, Lutheraner“, passend zum Jubiläum „500 Jahre Reformation.“
Volkshochschule, Historischer Verein und Evang.-Lutherisches Dekanat Traunstein luden deshalb auch gemeinsam zu einer „Frankenfahrt“ mit ökumenischem Programm ein.
Die Coburger Ausstellung führte uns ins Jahr 1530 zurück. Damals fand ein für die „evangelische Sache“ entscheidender Reichstag in Augsburg statt. Martin Luther, Mitglied der kursächsischen Delegation, musste aus Sicherheitsgründen auf der Veste Coburg zurück bleiben. Sein Aufenthalt und Wirken in Coburg wird dargestellt, ebenso werden die Lebensverhältnisse von Bauern und Rittern geschildet, wie auch die Veränderungen in der christlichen Kirche seit dem Thesen-Anschlag von 1517 gegen den Ablasshandel.
Ich empfinde die Ausstellung nicht nur als eine eindrucksvolle Information, sondern auch als eine einfühlsame Darstellung, um sich in die damaligen großen Umwälzungen/Veränderungen einfühlen zu können - auch in Luthers Stimmung.
Viel lieber hätte er aktiv an den Verhandlungen in Augsburg mitgewirkt, als lediglich per Brief (er schrieb mehr als 100!) von der einsamen, von Dohlen umflogenen Festung aus Einfluss zu nehmen.
Mein Fazit: Ausstellung, Stadt und Umgebung lohnen nicht nur den Weg, sie bereichern!
Nach dem sonntäglichen evang. Predigtgottesdienst in St. Stephan, einer ehemals kath. Kirche Bambergs und einer fröhlichen Orgelmusik freuten wir uns, von dem guten ökumenischen Verhältnis in Bamberg zu hören. Auch zwei besondere Barockbauwerke Frankens standen auf dem Besuchsprogramm: die Wallfahrts-Basilika Vierzehnheiligen und die ehemalige Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe „Schloss Seehaus“. Stadtbesichtigungen in Coburg, Bamberg und Erlangen rundeten das Programm ab.
                                                Fritz Stahl